Band 
Vierter Band.
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Die Übergabe. 5y

rück kehrte (2i. Dezemb.) am heutigen Lobkowihplatz,wo einst der Bürgermeister Vorlauf und die Raths-herren gefallen. — Der Scharfrichter (so viele und somächtige Freunde zählte Jaroslam) war schwer bedrohtund reich bestochen. Er sollte ihm blos eine Wunde verse-hen. Er traf ihn auch nur in die Schulter und wie er Mie-ne machte, den Streich zu wiederhohlen, vertrieb ihn dasaufgebrachre Volk durch einen Steinregen. Jaroslawwurde in ein nahes Haus getragen, wo bereits dieÄrzte seiner harrten. Aber der Auflauf hatte die Hül-fe zu lange verzögert. Er verblutete sich und verschiednoch am nähmlichen Tage. Bey St. Stephan fand erein Marmormaal. Der vielgereiste Bohuslaw Bos-kowitz von Haffenstein, der größte Böhme und einerder gelehrtesten Männer seiner Zeit, besang sein blu-tiges Ende und bis in unsere Tage hielten die Brün-ner Minoriten, Jaroslavs Todtenfeyer.

Den ungarischen Heeresfürsten gefiel das W ie-ner Leben bald besser, als jenes im Lager, als je-nes in ihren einsamen Burgen und Hcrrnhausern, jaselbst als jenes in der durch Mathias reich verherrlich-ten Ofner Königsburg. Stephan Zapolya erhielt derangesehenen Familie Reicholf,großes Haus liebendemRathhaus, das jetzige C a r m e l i te r h a u s in der(vom Otthaymenskirchlein also genannten) Salvator-gasse *). Dem im Rath und im Kriege nicht minder

') Durch lange Zelt hies, dieses Haus (nebst dem anstoßendengroßen wclzcrischen, jetzt Nro. 378 und 37Q die ganzeHalbinsel von der Salvatorgasse und Fischerstiege ins RoS-maricngäßcheni „des Grafen Stephan Haus." Nach der