Band 
Vierter Band.
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1)2 Die Übergabe.

In demselben Jahre ward beschloße»/alle Hinrich-tungen außerhalb der Stadt und der Vorstädte, und zwaraußer Bernardschal und Matzleinsdorf, gegen die Ho-hen der Spinnerinn am Kreuz vorzunehmen, an derauch jetzt noch gewöhnlichen Richtstatte. Solch' bluti-ges Schauspiel war allzuoft inmitten der Stadt gese-hen worden, am Hof, am hohen Markt, am Lobko-wihplatz. Der Parceygeist konnte seine Opfer nichtschnell, nicht nahe genug bluten sehen. Die häufi-gen Hinrichtungen durchs Feuer geschahen außerhalbErdberg, nahe der Donau. — Die in diesem Jah-re verfügte Ausbesserung des Rabensteines und Gal-gens berief sich darauf, daß selbe seit i 3 n unter-blieben , was das hohe Alter dieser Richtstatte be-zeichnet. Doch findet man auch, daß noch 1642, einBluturtheil durch das Schwert am hohen Markt voll-zogen worden sey. Im Juny 1747 wurde wegen der Ra-he des kaiserlichen Lustschlosses Schönbrunn die Richt-statte von der Spinnerinn am Kreuz gänzlich weggeschafftund nur jene vor dem Schottenthor, nächst der Drey-mohrengasse, bey der sogenannten Krebsenhütre beybe-halten, mit dem weiter» Auftrag, alle Vollstreckungs-werkzeuge sowohl, als die Leichname selbst sogleichaus dem Wege zu räumen. — Der Pranger, der ei-serne Käsig, der Rarrenkotrer rc. waren am hohenMarkte, nächst der Schlange und dem Fischhos, ivel-cher Platz erst unter Carl VI. davon befreyr und so iviedie Arbeiter, die Alles abgebrochen, durch öffentlichenAusruf wieder ehrlich getnachc wurde. — Die peinlicheFrage geschah im Keller des Amthauses in der Rauhen-