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Pässe »ach Steyermark, welches ihm die salzburgischenSchlosser und Städte, wie Kärnthen bis über Sach-senburg, bis an die Marken Tyrols hinauf überlieferthatten. Die Belagerung der Neustadt war reich an wahr-haft plutarchischen Zügen; einer davon, wie Mathiasdem Bothschafter Sultans Bajessid, Haffan Begh, des-sen prahlerische Drohungen , die schwierigen Gemüthernoch mehr in Gährung setzten, die verlangte Audienz,inmitten eines Hauptsturmes, nahe den Mauern er-theilte, daß ein Hagel von Kugeln und Pfeilen , ringsum das Königszelt niederschlug und der hochmüthigeTürke kein Wort vorzubringen vermochte, worauf Ma-thias ihn mit schnödem Hohn aus dem Lager wies ; —der andre, wie der, so leicht in wilde Zornesgluth auf-prasselnde Mathias, (gleich Leupolden vor Solothurn)den Neustadtern sein Bildnis;, seinen Becher und seinLeibbanner schenkte, als hätte nicht er sie, sondern ihretapfere Treue ihn überwunden!
Friedrich saß indessen immer zu Linz, schrieb inalle Bücher und über alle Thüren : „bey VerlornenDingen,sey Vergessen, das Beste" (rertim ir-recuperabilium , summa felicitas est oblivio.) 2rhatte den Trost, den hoffnungsreichen Maximilian (i6.Febr. 1486) zum römischen König erwählt zu sehen,aber auch den Schmerz, in seinem 78. Jahre in dasferne Flandern aufbrechen zu müssen, um eben denMaximilian der Haft erledigen zu helfen, in welcherihn (vom 1. Febr. bis 16. May. 148b,) die Flam-mänder festhielten, nach dem sie seiner treuesten RätheBlut vor seinen Augen verspritzt!