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Krems allein blieb unüberwindlich und kratzteeiner jahrelangen Belagerung. Auf dem NürnbergerReichstag erhielt Friedrich einige wenige Hülsstrupven,deren Oberbefehl er seinem Neffen, dem (in denKua-benjahren durch Kunz vonKauffungengeraubten) Sach-senherzog Albrecht übertrug. Aber er richtete nichtsweiter aus, als den Entsatz von Krems und eilte viel-mehr, eine Waffenruhe zu erhalten (22. Nov. 1 487 ver-längert bis Frohnleichnam 1489) kraft deren Mathias,bis zu gänzlichem Ersatz der Kriegskosten, alle seineEroberungen einstweilen behielt. Stürbe er vor Abschlußeines Friedens, sollten sie, ohne Lösegeld, Friedrichenwieder rückfallen, dem überdies; Titel und Anwartschaftauf llngarn blieb.
Wie Friedrich sehr zur llnzcit, mit einer Scha-denfreude, deren Schaden nur auf ihn selbst fiel, denWienern das Ungemach und den Hunger der letzten Be-lagerung gegönnt hatte, sprach er auch von Mathiaswillkührlichem und gewalttharigem Regiment, mir einerfür ihn selbst nicht sehr schmeichelhaften Nutzanwendung,„von den unruhigen Fröschen , die den frommen Stockals König nicht gewollt und zuletzt den sie alle verschlin-genden Storch zum Oberherrn bekommen, hatten." —Die Wiener fühlten wohl den Unterschied zwischen demg e b 0 r n e n Fürsten und angestammten E r b h c r r nund zwischen dem Emporkömmling, (das war Mathias,sey nun König Sigmund, sey der Bojar Woik Buchi,sein Ahn gewesen ?) und dem fremden Eroberer. Seinebewunderungswürdige Kraft und sein reißendes Glückkonnten wohl für den Augenalick blenden und das all-Geschichte Wiens 4. Bd. l. u. 2 . Heft. 5