Band 
Vierter Band.
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69
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Die Übergabe. 69

in die strengste Kälte oder drückendste Hitze fallend, mehr-ten das Übel, mehrten des Königs Zornmürhigkeir undseinen nie ruhenden, die erprobtesten Freunde, ja dieKöniginn seihst nicht verschonenden Argwohn. Am mei-sten furchceie er von den Wienern eine sicilianischeVesper und zeigte mehrmahls bey unbedeutenden An-lassen eine, seinem hohen Gemüthe sonst völlig frem-de und solchem Königshelden mißziemende Furcht.Einst war wegen weidenden Viehes, ein heftigerZank im Stadtgraben zwischen städtischen und Schort-ner Leuten, vor dem Schottenkhor entstanden.Die Marktzeit, der Feyertag, das viele fremde Volk,machten gleich einen großen Zusammenlauf. Ein derSprache und der Stadt unkundiger, ungarischerHauptmann lief athemlos zum König und meldeteeinen, ihrer Aller Verderben bezielenden Aufruhr.Schon ströme das Volk von allen Vorstädten hereinund die Glocken stürmten die Bürgerschaft zusammen.Der Schottner Hofrichter scheine der Anführer, dieSchotten die heimlichen Aufwiegler zu seyn. Mathiasgerieth darüber in wilde Tollsucht, befahl dem Zapo-lya, bald ihm den Schottner Abt und Prior gebunden zubringen, bald sie ins Wasser zu werfen , all seine Hau-fen durch Trommel und Trompete zusammen zu beru-fen und dem unruhigen Volk ein unvergeßliches Schre-kensbeyspiel eines Blutbades zu geben. Allein bevorer noch ausgeraset, kam schon ein lächelnder Boche,„einige gepfändete Kühe hätten den ganzen Lärin ver-ursacht. AlleS habe sich wieder friedlich und ruhig zer-streut." — Doch machten derley Vorfalle Mathias