70 Die Übergabe.
nicht milder. Es lag ein schwerer Druck auf dem Lan-de. Mit slchdarer Erbitterung ließ er Wien des Krie-ges Übel fühlen. Sogar vom eignen Mist, den sie inihre Weingärten führten, mußten die Bürger steu-ern. Das machte böses Blut. — Auf frühere KlagenLcS ausgelaugten Landes harre er im Juny >467Österreichs Stunde zum allgemeinen Landtag versam-niclt. Doch nicht zu Wien in der Stadt, sondern ülsharre ers ihr mißgönnt, bey dieser Hauptstadt, auf frey-em Felde, nach ungarischer Weise. Davon schrieb erseinem Eastellan zu Gmünd, Niklas Spanowsky, aufdiesem Tag habe er darauf angetragen, alle die bis-herigen vielfältigen Abgaben aufzuheben und nur eineeinzige Verzehrungssteuer aufrecht zu erhalten, nähm-lich von jeder esiirirenden Fuhr Weins 4 ungar. Gul-den, von jeder Salzkupe 3 Pfenninge, von 4 Ochseneinen Gulden, eben so viel von 100 Widdern, vonanderer Waare zwanzig Procent, jedoch nur fürAusländer und ein für allemahl an einem einzigenOrte. — T och der gute Vorsah hatte schlechten Be-stand und Stadr und Land seufzten über die verviel-fältigten und unerschwinglichen Abgaben und über diegrausamen Erpressungen einzelner Befehlshaber.
Friedrichen harten seine Sterndeuter aeweiffagt,Mathias würde dieses Jahr 148kg noch sterben. DesKönigs eigne Astrologen, lasen ein Gleiches in denSternen und warnten ihn vorzüglich vor den letztenMonden dieses Jahres und vor Wien. Als der Jänneri4go angebrochen, glaubte MachiaS die Gefahr vor-über und eilte von Ofen über Wissegrad nach Wien.—