Band 
Vierter Band.
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71
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Die Übergabe. 71

Friedrich hatte über jene Weissagung eilends den rö-mischen König Maximilian nach Linz berufen, den Frie-den zu beschleunigen. Aber so wie er früher keinen bes-sern Unterhändler gewußt hatte, als den verhaßten Über-läufer Johann von Gran, nun zu Salzburg Erzbi-. fdjet, so wurde ihm jetzt die Achtung verhaßt, dieM a t h i a s dem jugendlichen Helden M a r i m i l i a ndurch Willfährigkeit und durch Geschenke bezeigte. Erverboth ihm, mit den ungarischen Gesandten zu reden.Den Standen Österreichs und Karnthens, die um 9000Ducaten, Verlängerung der Waffenruhe von Mathiaserkauften, dietirte er schwere Geldstrafen!! Mathias,wiewohl oft vom Podagra schmerzvoll an sein Ru-hebett gefesselt, vergnügte sich doch die ganze Fast-nacht über, 'mit Turnieren und Rikterjpielen am Hofzu Wien und es ergötzte ihn unbeschreiblich, daß dernoch so junge Sohn seiner Liebe, Johann Corvin,einst im ersten Rennen einen kampfgeübten Ritterhelmlos machte und in den Sand streckte.

Weniger groß, alsGeorgPodiebrad, wel-cher vom Leben scheidend, mehr des R e i ch e s als seinesHauses gedachte, hatte Mathias all' sein Strebendahin gerichtet , dem Johann Corvin die heilige Kronezuzuwenden. Je mehr er der eignen, in Allem groß-artigen Persönlichkeit zu danken hatte, je weniger erdagegen vielleicht des eignen Großvaters und Urahnsgewiß war, desto weniger glaubte er, derselbe Man-gel der Geburt, der dem großen Constantin und Kai-ser Arnulf, Wilhelm dem Eroberer, Carl Martell,Don Juan, und Heinrichen von Trastamara, kein