Band 
Vierter Band.
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72 Mathias platzl. Hin tritt zu Wiei^

Hinderniß gewesen, die ersten Thronen zu besteigenund die Well mit ihrem Ruhme zu erfüllen/ werdedem Sohn unübersteiglich seyn! Die heilige Krone/die Reichskleinodsen, die Schatze, die wichtigsten Bur-gen, Beherrscherinnen des Flachlandes, Schlüssel desGebirges, gab erdein Geliebten und ging damit um, g e-gen den Frieden mit Böhmen, dessen abgerissene Ne-benlande, Mahren, Schlesien, die Lausitzen,dem Cor-dt» zu lassen, daß er mit einer selbstständigen Machtals Kronwerber auftreten tonne, daß die Hoffnung,jene fruchtbaren und wichtigen Lande, noch langer beyder heiligen Krone zu erhalten, die Ungarn ihm destogeneigter mach, . Die Osterfeyer wollte er noch in Wienbegehen, sodann aber unverzüglich gen Schlesien auf-brechen und die Scande jener Provinzen zusammenbe»rufen. Der Februar und Matz hatten ihn durch stei-,gende Schwache an die herannahende Auflösung undnur durch Schmerzen aus Leben erinnert. Der Zu-stand war doppelt quälend, bey der Schwerfälligkeitdes starken Körpers und bey der beständigen Thätigkeitder unruhvoll bewegten Seele. Die siegte dennoch, erversäumte keinen Augenblick sein großes Tagwerkund dachte nur, seine Entwürfe zu beschleunigen.

Die Charwoche brach herein. Mathias prachtvollgeschmückt in den Zeichen seiner Würde, den reichen schö-nen Haarwuchs wohlgeordnet, ließ sich in einer, von sechsMännern gehaltenen Sänfte, in die prächtige Kapel-le hinunter tragen , die er in feiner neuen Burg erbaut.So unbehaglich er sich fühlte, hielt er doch mit unglaub-licher Geduld, durch sechs Stunden die ganze kirchliche