Band 
Vierter Band.
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Mathias plötzl. Eintritt zu Wien. 7$

Feyer aus. Darauf ertheilte er Venedigs Bothschafterdie Abschiedsaudienz und entließ ihn reich beschenkt.Obgleich der Mittag schon vorüber, war die Königinnvom Kirchenbesuche doch noch nicht zurück. Angegrif-fen vom langen Fasten, das der bis zum Aberglau-ben religiose, schwer kranke Fürst, doch sehr strenge hielt,verlangte Mathias zum Frühstück italienische Feigen,die er ungemein gerne aß. Der Kämmerer brachtewelche, aber schlechte, worüber Mathias beym erstenBiß in heftigen Zorn aufloderte, den die eben ringe,trecene Königinn vergebens zu begütigen suchte. Der Kö-nig klagte, ihm vergehe das Gesicht und ein heftigerSchwindel verwirre ihm das Haupt, man solle ihn insein Gemach zurücktragen. Kaum war er auf seinemRuhebette, so berührte ihn der Schlag. — Der jungeCorvin, Bischof Dotzy, Thomas der Geheimschrei-ber, Stephan Zapolya, Befehlshaber in Stadt undLand und der Woywode Bnthory sammelten sich umden König, der am ganzen Körper von unnennbarenGefühlen gepeinigt da lag, unfähig ein Wort hervor-zubringen, als den Schmerzesrus: Jai, iai! und Je-sus! im furchtbaren Ringen mit dem allgewaltigenTod, wie ein verwundeter Löwe brüllend. — Die Män-ner seines Rathes und seiner Schlachten, die ihn ausso vielen Gefahren siegreich hervortreten gesehen,waren so ganz überrascht und so betroffen, daß Alles inrath - und thatloser Versteinerung, das Bette um-stand, daß Niemand sich dem Sterbenden näherte,noch die geringste Hülfe leistete. Die Königinn alleinbehielt Geistesgegenwart, warf sich, selbst in Todes-