Mathias pkötzl. Eintritt z u Wien. *]b
Ofner Königsschloß nach Stuhweiffenburg, wo dieGräber der Könige sind.
So war denn der dte, vertriebene, verlasseneFriedri ch , so war der hoffn ungleiche, ruhmbekrönteMax, des gefährlichsten Feindes, so war diese Stadtund dieses Land des Fremdlinzsjoches ledig. Baldtrauert« die gesammte Christenheit um den gefallenenTürkenhelden. Das Andenken der Hunnyaden, des Va-ters und Sohnes, strahlte nun in vereinigter Glo-rie'von Furcht und Neid und Haf ungetrübt und herr-lich in der Erinnerung. Durch ganz Ungarn erschollnur eine einzige Wehklage. Der größte König, dendie tapfere und stolze Nation je gehabt, war dahin.„Mathias ist todt und mit ihm die Gerechtigkeit!"schrie händeringend das Volk und doch hatte Mathiaswillkührlicher als einer geherrscht, sich oft wenig beküm-mert um seinen Königseid und um die geheiligtenSchranken der Verfassung, die ihn aus geringem Glückauf einen mächtigen Thron gehoben, er hatte manchmahlselbst das bürgerliche Recht, (das viele Gewaltigender Vorzeit nur ehrten, als Blende oder Absindung fürihr Thun im Großen) gebogen und gedreht.— Aber derleichtbewegten, schadenfrohen Menge, heißt derje-nige gerecht, der die Niedrigen erhöht und vor-züglich der die Hohen erniedrigt!! und daswar der rothe Faden durch Mathias ganzes Leben.Oft geboth es leider die Staatsklugheit, aber wo sieauch schwieg, sein herrisches Auge und sein, jedesWiderspruchs und Widerstandes ungeduldiges Gemüth.
Zahlreiche Bothen von Wiens reichsten und edel-