Band 
Vierter Band.
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^6 Die Wiedereroberung

fcn Bürgern gesendet, flogen mit der großen Neuig-keit zum römischen Könige, der eben im Verein mitden biedern Stünden Tyrols, den Verrer Sigmundzur Abdankung bewogen und an der Martinswand inhöchster Noth Wundergleiche Rettung gesunden hatte. —Maxens Vertraute, ausgesendet die Wiener zu be-arbeiren, kamen viel zu spat. Er fand alle Herzenund alle Thore weit offen, er warb Völker in Schwa--ben, hielt in Linz die Heerschau über 6000 Mann,umging die von den Ungarn noch besetzte TetrauerSchanze, rückte bis Klosterneuburg. Vergeblich hat-te Srephan Zapolya die Wiener ermähnt und bedroht.Gewalt zu brauchen wagte er nicht, sondern warf ei-ne Besatzung in die Burg und zog sich in das, ihmgeschenkte Ebenfurlh. Als er den Verlust der Neustadtvernahm, mahnte er die Wiener zu besserer Treue undzog nach Prepburg, erließ Empfehlungsschreiben andie Bürgerschaft, für Verschiedene, um deren persön-liche Sicherheit ihm bangte, — daß man ihm seinGeld uns seine Kleinodien verabfolgen lasse und we-gen seiner Schulden bey Goldschmieden und Porlhef-tern. (July und Aug. >49») War überhaupt in Ma-thias Heeresfürsten, weitmehr von morgenländischerBeukelust zu verspüren, als vom großmüthigen Gei-ste des abendländischen Ritterthumes, so traf inson-derheit den Zapolya der gerechte Vorwurf unersättli-cher Erpressungen. — Am 19. und 24. July erließendie zum Landtag und zur Königswahl in Ofen ver-sammelten Prälaten und Herren an die Wiener einSchreiben, worin sie ihres, einem kü n ftig e n Kö-