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nach des M a th i a s H i n t r i 1 t. :
Seuche befallene Personen und dieß Wasser bewährresich als ein spccisisches Gegenmittel. Nun strömte» vonallen Seiten die Hilfsbedürftigen herbey; die Quelleward mit Schranken eingefangen, ein Heiligenbilddabey aufgerichtet und das Wasser gleich dem köstlich-sten Balsam um theures Geld verkauft. Sogleich er-wachte die Habsucht der Grundherrn. Der Bischofvon Passau erhob 'Ansprüche, die landesfürstliche Kam-mer desgleichen. Das Recht blieb, wie gewöhnlich,dem Stärker».
Im Jahre 1499 war solche Fruchtbarkeit desWeines, daß aller Fässer und Geschirre zu wenig wur-den und man in der Eile große Behältnisse von Bret-tern aufschlug, die man „Weinstuben" nannte. DasLesen dauerte Tag und Nacht, bis tiefer Schnee lag.In Wien galt die Maß Gebirgwcins 2 Pfenninge,der Landwein aber nur 1, durchs ganze Jahr. Vieletranken sich zu Tode und die stromaufwärts verführteFässerzahl überstieg die gewöhnliche um zwey Drit-theile. — Ungeheurer Schaden geschah späterhin durchWasserfluthen (i 5 oo, i 5 oi, i 5 o 8 ). Besonders in derzweyte», both die Umgegend Wiens am Mariahimmel-fahrts-Abend, ein grauenvolles Schauspiel dar. Zahl-lose Leichname, Häusertrümmer und alle Arten vonHausgerach bedeckten die Donau. Man glaubte dieWorte des Propheten erfüllt: „die Menschen würdenseyn gleich den Fischen des Meeres." — Im Tulner-felb und Marchfeld wurde» mehrere Ortschaften fürimmer von den Wellen verschlungen.
Es war aber jenes Jahr, das die böse Seuche