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Vierter Band.
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Wiens damahlige Ver f. und Gestalt. io5

sammlungen sollten nirgend , als auf dem Rathshausegehalten werden." — Die alte Bürgermusterung warzwischen dem Katzensteig , der vom Kienmarkt herunterund zwischen dem Hafnersteig, der auf den alten Fleisch-markt führt, beym heutigen Kiffenpfenning und denzwölf Aposteln. Der Stadt ältestes Zeughaus, später-hin ihr Getreidkasten , ist in die jetzige Hauptmaurh ver-baut. Ein anderes Zeughaus, (wie es scheint, städ-tisch und landessürstlich gemischt) stand ganz frey zwi-schen den Tuchlanben und dem Petersfreythof, „zumschönen Brunnen" genannt, unter den Sattlern, spä-ter ein Eigenthum des Baron Visend, dessen Stiftungnoch im Besitze ist. Neben dem Schönbrnnerhaus, warennoch Zeughäuser, n a ch der ersten türkischenBelagerung,der Salzburgerhof (Arsenal in der Renngaffe) der unte-re Theil gegen das Elend, Oberschiffamt; v o r der Bela-gerung, des Cilly Hof (späterhin jRudolphsburg, nunAmalienhof.)

Der Stadtrichter hielt seinen Rath gleich-falls von Zwölfen (Justiz-und Criminalsenat,) imStadthaus, am alten Fleischmarkt, nun hohen Markt,gegen die Tuchlauben hinab in die Landskrongaffe sto-ßend, das alte Saithaus und von den dort stehen-den Handwerker - Stühlen oder Schrannen , dieS ch r a » n e genannt. — Ging es um Leib und Le-ben , so saß der Stadtrichter allda vor allem Volk,ain Söller, aus dem steinernen Richtstuhl, das Schwertder Gerechtigkeit in seiner Hand. Seine Räthe wähl-te die ganze Bürgergcmeinde. Für Tage der Noth,oder für besonders wichtige Geschäfte, zog man nochsiebzig Männer in den Rath z», aus allen Geschlech-