io6 Wiens dama h l i g e V e r f. und Gestalt.
tern , Zünften und Handwerkern erwählt (äußern Rath).eine weil demokratischere Abart jenes, durch Leopoldden Glorreichen aus den größten und besten Bürgern,aus den wahrhaften civibns optimo jure , erkohrcnenAreopags der Genannten, die noch unter Ferdi-nand I. als solche erscheine». — Den Herzogen stan-den zuerst unter der Bürgerschaft, die reichen Er b-a r i st o k r a t e n, der Kastengeist, der Zunft-geist entgegen. — Jenen des Janhagels hieltensie für ohnmächtiger und gar leicht niederzuhalten,eine Partey durch die andere. Daher der Herzoge Ge-both (IA. ) Bürgermeister und Rath alljährlich
zu erneuern und zwar durch die g a n z e Gemeindeder Stadt;,Verwandte sollten nicht im Rathe sitzenund dieser aus a l l e n Elasten gemischt seyn. Darinhaben die Fürsten wider sich selber gearbeitet.^ DieBester», die Reichen vermochten nichts mehr, der Hau-fen that Alles. Dieß ist das Wort des Räthsels vombeständigen Übergewicht Herzog Albrechts, obgleichNiemand ihn liebte. Niemand ihm traute, der Schlüs-sel zu den glücklichen Ranken Holzers und aller Frevel,welche die beffergeniinte Bürgerschaft nimmer zu hin-dern im Stande war. — Der Rath verordnete die Vier-telmeister und die Stadtobersten mit ihren Fähnrichenvon den vier Hauptthoren, dem Stuben - Karnrhner-Holz- oder Burg - und Schottenthor, die in Feindes-oder Feuersnoth ihre Schlachtordnungen auf den viergrößten Platzen aufstellen: am hohen Markt und denTuchlauben, oder Kaufmannsplatz, am Gerreidmarkt(nun Mehl-oder neuen Markt) am Schweinmarkt