Band 
Vierter Band.
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Wi ens damahlige Vers. und Gestalt. 107

(Spital-oder Lobkowitzplah) und dem Krebsenmarkt(Hof.) Unter ihnen standen die Hauptleute, unterdiesen die Rottmeister. Zwey derselben besorgten dienächtliche Scharwache. Sie verordnete der Rarh immerauf ein HalbesJahr. Sie theilten sich nach Gaffen ein.Welchen aus den Wachtern sie bey Nacht schlafendfinden , den verhafteten sie zu schwerer Rüge. Die Bür-ger vom Rarh machten ihre Runde zu Pferd, die an-dern aber zu Fusie beyder Nacht an den Thoren, aufden Wällen, in den Strasien. — Zwey deS äußernRaths waren über die Mauthen gesetzt.

Die R a i t t k a m m e r hatte die Vormundschafts-sachen und die Rechnungen der Procuratoren unterihrer Huth. Das Steueramt kündet sein Thun mitdem Nahmen. Der O b e r k ä m m e r e r war aus demRath, der U n t e r k ä m m e r e r von der G e m e i n-d e. Bald traf den Erstem auch das Amt des Hub-meisters öder Finanzdirectors der Stadt, den Letzterendas Bauwesen. Beyde versorgten der Stadt Vor-räthe und Gerathe, ihr Geschütz und was sonst zurBewahrung der Stadt, zum Bau oder Erneuerung ge-hört, die Reinlichkeit der Gaffen und Plätze, das nächt-liche Wächreramt, die zu diesen Dingen nöthigen Ar-beiter und Taglöhner.

Die ganz gewisi bis in die Tage Ottokars undseine Erneuerung der Stadt nach dem zweymahligengroßen Feuer (VII. 29, 116) hinauf reichende Ein-theilung in Viertel, wies sich fort und fort alssehr bequem zu jeder Handhabung der öffentlichenOrdnung. Sie ging in die Steuerbücher über und ist