io8 Wiens damahlige Verf. und Gestalt»
noch in Kraft beym Steueramt und Grundbuch und in derpolizeylichen Eintheilung, wiewohl diese Viertel nichtbey allen Ämtern ganz gleiche Gränzen hatten. JedesViertel war wieder in ein Jung-und in ein Alt-viertel uncergerheilr und hiernach auch die Bür-germiliz in 6 Compagnien. Die neueste Zeit / zumahljene des 25 jährigen Revolutionskrieges , der die Fran-zosen in alle Hauptstädte des europäischen Festlandesführte, verschmolz auch diesen alterrhümlichen Über-rest zeitgemäßer. Doch sind die Vorstädte beymSteueramt und Grundbuch immer noch den Stadt-vierteln zugewiesen. *)
Über den Beginn/ Wachsthum und Gestalt des ausdem römischen Vindobona und Fabiana durch dengroßen Carl und nach der magyarischen Verwüstung/durch die Babenberger auferstandenen Wien wurde be-reits das Nöthige erinnert (V. iZZ— 147 , V 1 . 3 o —
') Die Bürgermiliz besteht jetzt i.) aus dem ersten, 2.) auLdem zweyte» Bürgerregimeut (Bürger und Bürgcrsschne)ö.) »nd 4.) die erste und zweyte Grenadier, Division 5.)die Kavallerie b.) die Artillerie, die den Dienst auf derDomiuikanerbastey thut. Die Stadt hat nur mehr b Sechs -pfünder, der Stadt von Franz I, zum Gedachtnist ihreredeln Treue 180Y. geschenkt. Die ihr ib87 durch Leo-pold l. zum Lohn des heldeumüthigen Widerstandes wi-der Kara Mustapha geschenkte», aus erobertem türkischenGeschütz umgegossenen b Achtzehnpsünder nahm 180g derfranzöstsche Artilleriegencral Nourr». 7.) ritterlich - bür-gerliches Scharfschützenchor 3 ) die akademische» Künstlerin freywilligem Dienst zusammen , gegen 10,000 Man». IhrOberster, der jeweilige Bürgermeister, Oberstlieutenant,der Stadtoberkammerer, Majors, zwey Räthe des politisch-ökonomischen Genats.