Band 
Vierter Band.
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109
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D ie Vorstädte. 109

VI!. 111 — 122.) Die heutige Lage und Ge-stalt der Stadt und der Vorstädte mit den ehe-mahligen verwechselt/ ist die reichste Quelle bestän-digen Irrthums. Die damahligen Vorstädte lagenviel näher an der Stadt, zum Theil auf dem Bo-den, der unter Ferdinand!, nach den Erfordernissender neuern Kriegskunst angelegten und viel weiterhinausgerückten Festungswerke. Die sogenannten L u-rfen, eine Reihe unansehnlicher Häuser begann hartau den Thoren und E.räben; dann erhoben sich eini-ge Klöster , Hospitäler, Höfe in - und auswärti-ger Abteyen. Am weitesten, doch kaum zu einemDrittel ihrer heutigen Länge, dehnten sich die Vor-städte Mieden und St. Nikola, oder L a n d st r a-ß e aus. — An sie stießen wieder mehrere Dörfer undherrschaftliche Gründe, mit Edelsitzen und Hcrrnhäu-sern, die zwar jetzt Vorstädte sind, keineswegs aberzu den alten Vorstädten gerechnet wurden, wie Erd-berg und der Herzoge Eigen an der alten Donau,Mazleinsdorf, Margarethen, der Sonnauer Schloßund Grund, Rampersdorf, Nickelsdorf, Gumpen-dorf, Schöff oder jetzt Mariahilf, Zaismannsbrunnnun St. Ulrich, Altlichtenwerd, der Liechlensteineuraltes Eigen, Siechenals rc. —Dazwischen warensehr viele Weingärten, deren letzter, ehrwürdigerÜberrest in der Gegend des rothen Hofs (Josephstadt)erst vor wenigen Jahrzehenden gänzlich verbaut wurde.Große Zivischenräume nahmen die Gärten ein; inson-derheir war der Werd (Leopoldstadt) voll schöner Obst-und Ziergärten, Lust-und Gasthäuser, durch seine in-sularische Lage hierzu ganz vorzüglich geeignet.