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Vierter Band.
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D i e Vorstädte.

Wien stand überhaupt im Rufe ausgezeichneterKüchen - und Ziergärtnerey. Von Wien sollen die er-sten Tulpen nach Holland gekommen seyn. — K. Mapzog unter seinen 140 „Lustbezirken oder Hofgärten,"jenen zu Wien in und um die Burg , in und vor derStadt allen andern vor. Darüber setzte er seinen erstenGartenmeister, unter dem 9 andere Oberst-Gärtnerstanden. Auch aus der Stadt sind erst unter Joseph I I.die letzten, einst zur Zier und Freude jedes großenHauses gehörigen Gärtchen völlig verschwunden. Kaumist noch am Harrachischen Hause auf der Freyung diekümmerliche Spur einer einst sehr schönen Anlagezu bemerken. Auch die Häuser waren alle weit bedeu-tender» Umfanges als heut zu Tage, da die ungemeinanwachsende Bevölkerung, Luft und Licht und Raumsich immer mehr verkümmerte, des Dichters Sprucherwahrend , daß die G e d a »k e n leicht im Gehirn beyeinander wohnen, doch dieSachen im Raume fort-stoßend sich begegnen und daß vertreiben müsse,wer nicht vertrieben seyn will ! — Im Anbeginnedes XVI. Jahrhunderts waren in der Sradt zehn öf-fentliche Bäder: das Schottenbad, Röhrenbad ,Haf-»erbad, Neubad, jenes bey derKanzlcy und Burg,, amSchweinmarkt, an der Himmelporten, in dcr Wollzeil,bey St. Stephan, im Rothgäßchen. — Zwey Dinge un-terschieden Wien für den Fremden, der aus den mäch-tigen oberdeutschen Städten, Nürnberg, Augsburg,Ulm, oder von Breslau kam, die wenigen bedeuten-den Thür m e, wenn auch jener von S r. Ste-phan in mehr als einer Hinsicht einzig ist und