j 1 2 Die Marktplätze.
be» nnd Bayern und aus dem Reich hereingetragenund insonderheit das Wiener Blut erfrischt und ver-jüngt. Noch beym Ausbruche des Zojahrigen Kriegeswar an der Donau ein sichtbar Zeichen der alten Han-delsmacht/ ein Wirthshaus der Kollner und derRe g en s b u rg e r, so wie nicht allzuweit von denbeyden Thore»/ wo die Schiffgüter - Ausladung, Be-schau und Verzollung geschah, am rothen Thurm-und Salzthor, der Kollner und der RegensburgerHof.
Wie Ferdinand I. nach dem Verderben von Mo-hacz, die Kronen U n g a r n s und B o h m e n s auf seinHaupt setzte, ward die St. Nikola - Vorstadt inWahrheit zur Landstraße, dehnte sich allmähligvon der Donau bis an die Wien und der Werd wur-de immer mehr aus einem Wald, eine Stadt. Dortblieb , was über die drey Donaubrücken aus Böhmen,Mähren und Schlesien kam, die Pohlen und Russen,die unserm Wien lange im Handel zinsbar gewesen,die Steyerer und Kärnkhner und die Welschen auf derMieden und was nicht auf der Wasserstraße, sondernzu Land aus dem Reich herunter kam , im Schoff undzu St. Tiepold (Mariahils.) Bereits in Lazius Ta-gen hatten die Nationen ihre eigenthümlichen Wirths-häuser, auch in der Sradt; die Ungarn beym goldenenHirschen und goldnen Löwen, die Bohmen beymRössel, die Schlesier und Mahrer beym braunen,die Steyerer und Kärnkhner beym goldnen Lamm undStraußen in der Kärnthnerstraße, die Welschen beimrothen Krebsen, die Bauern bey der Drcyfaltigkeit,