i iö Die Marktplatze.
solcher aus Stande»/ die bürgerlichen Dürr- und Frisch-öbstler in Hurten ihre Erzeugnisse ferl. In schneiden-dem Gegensatze mir dem alten, streng geschlossenenZunftwesen ist übrigens jetzt Jedermann mit Viktua-lien zu handeln berechtigt, gegen die blosse Anzeigeund Bezahlung der Erwerbssteuer.
Der eigentliche Holzmarkc ist die grosse Legstättein der Nossau, dann die beyden in der Leopoldstadt,oberhalb der Augartengasse und unterhalb der Ferdi-nandsbrücke, dann jene bey den Weisigärbern, anderMündung der Wien in den Donauarm. KleinereHolzmärkte sind noch, nächst den jägerischen Häusernam Otcakringer Bach, unferne der Zufahrt zum Thea-ter au der Wien. Eben dort ist auch der Kohlen -und Kalkmarkt. Waldbaucrn führen das Holz aus derAchse hin, doch höchstens nur bis auf eine Klafter La-dung, serners am sogenannten Holzplatzel am Neubaunächst Mariahils, wo das sogenannte Klaubholz aber nuraus Schubkarren, für die ärmste Classe verkauft wird.
Der Rossmarkt, einst beym Stock am Eisen,theilweise am Salzburgerhos (Arsenal) in der Renngas-se, gegen die Schotten zu, ist nun am Heugries,(Heumarkt) zwischen dem Kärmhner-und Stubenthor,ain Rennweg nächst der deutschen Garde. — Die Och-sentheilung ist noch am sogenannten Ochsengries, au-sser der St. Marperlinie, Donnerstags und Freytags;in Verbindung damit steht der angränzende, abernoch inner der Linie gelegene Kälber-und Lämmer-markt. Der alten Sitte annähernd ist noch jedenSamstag auf der städtischen Schlachrbrücke unter