Die Marktplätze. 119
den Weißgärbern die Probeschlachtung einiger , amGries von den Fleischern erkaufter Ochsen, um ihrGewicht an Fleisch und llnschlitt im Vergleich mitdem Ankaufspreise, zum Behuf der monathlichenRindfleischsatzung zu erheben.
Der seinem Hauptzwecke nach, schon in den Sa-tzungen der Wiener und Tulner Handschneider erkenn-bare Trödel (sogenannte große Tandelmarkt) wurde1Ö16 durch den Bau des polytechnische» Instituts,von feinem vorigen Standort, vor der Fronte dessel-ben, weiter hinab am rechten Wienufer unter derzum Mondscheinwirthshaus führenden Brücke gewie-sen. — Da die Esplanade vom Kärnthner-gegen dasKarolinen - und Scubenrhor, von allen Hütten undStanden möglichst befreyt werden sollte, hat sich mitdie-sem auch der, gleich außer dem Karnthnerthor, am Wegegegen das Wiedner Theater befindlich gewesene Solda-ten- und der kleine oder S pitelberger- Trödelmarkt verei-nigt. In Maxens Zeit saßen die Kaufler, Joppner,Tandler und Refler (Flickschuster) am Hof, auf derBrandstatt , am Refelbühel und an der Bettlerstie-gc (von Mariahilf gegen den Getreidmarkt hinab,).Die Freythofe bey St. Stephan, bey St. Mi-chael, bey den Schotten und bey den meisten übri-gen Kirchen sind verschwunden, mit den Standen derAusrufer und den Brechet» zur Züchtigung diebischerMüßiggänger und zudringlicher Bettler. — Die Wein-gärten waren seit den unaufhörlichen Verwüstungenim Bürgerkriege zwischen Friedrich und Albrecht,durch Podiebrad und den Baumkirchcr und am linkenUfer durch die Hussicen längst nicht mehr (wie nach