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Der Congre ß z u W i e n rc.
fenherrliche Statthalter Wiens und Österreichs / Ste-phan Zapolya, seinem noch nicht isijährigen SohneJohann / an Mathias Leiche/ im Haasenhaus/ in derKärnthnerstraße zu. Die Bruder Emmerich und Ste-phan /nicht von glänzender Abkunft / nicht einmahl alt-magyarischen Stammes/ Sohne des Augenblicks undGeschöpfe des Mathias (dies liebte er am meisten,)schwangen sich schnell in die höchsten Würden desReichs, verschwägerten sich dem böhmischen Königs-hause Podiebrad, gaben eine Tochter in ihr eignes,das jagellonische Königshaus nach Pohlen, erwarben un-geheures Geld und Gut und nicht geringeren Anhang,bekannten sich offen zur Rolle jener fränkischen Ma-jordome/welche/als ihre Kühnheit und ihr Glück sie anden ersten Platz gestellt, die in Kindern und Schwäch-lingen hindorrenden Merowingcn nur noch einmahldes Jahres, auf dem goldnen Stuhl ihrer Vater aufdem Mayfelde zeigten, endlich sie ganz vom Thron,aufdem sie eingeschlummert waren, zur Mönchszelle her-untersteigen hießen. — Das herrliche Reich war in dergrößten Verwirrung. Die geistlichen Großen sammel-ten unermeßliches Besitzthum, die weltlichen unter-drückten den kleinen Adel, der um so wilder sich ge-gen die Unterdrückung erhob. Sein Haupt war derjunge Zapolya. Eben hatte er auch jene wilden Hor-den seinsollender Kreutzfahrer überwunden, die derriesige Szekler, Georg Dosa, statt sie gegen die Tür-ken zuführen, zu jedem erdenklichen Frevel über dasunglückliche Reich ausgegoffen hatte. Vor Tcmeswar,in welchem er Stephan Bathory belagerte, nahm Dosa