und die Doppelterräch. lZg
herrliche Wetter des vorigen folgte ein trüber undregnichter Tag. Dennoch blieb außer den Alten undKranken/kein Mensch in Wien. Wie ein fernes Meer,wogte und brauste es bey St. Marx und längs derDonau heraus. Überi 5 oo der reichsten Bürger undBürgerssöhnc, alle in Scharlach, vor ihnen sechs,mit ritterlicher Würde geschmückte Rathsherrn in sil-bernem Harnisch zir Roß, bewillkoinmten die Fürstenim Nahmen dieser hohen Stadt mit Gruß und Ge-schenken, im freyen Feld. Hinter ihnen zogen üoo deut-sche Landsknechte, mit Spießen und langen Hand-röhren, gleich und schön gekleidet. Die Stadt hattesie im Reich geworben. An der steinernen Brücke vordem Stubenthor, harrte die Obrigkeit der Stadt,die Hochschule, die gesammte Clerisey, die den Kö-nigen alle Heiligthümer entgegentrug, die Schulkna-ben, jeder mit einem Fähnlein, worauf die SchilderUngarns, Österreichs und Pohlens, die Zünfte undZechen der Handwerker, jede unter ihrer Fahne, über60 an der Zahl.
Voraus zog die Reiterey, deren Rosse aus demDnepcr und der Narenta, aus der Moldau und Alu-ta, aus der adriatischen, Nord-und Ostsee getrunken,mit Feldmusik, so verschieden, w/e ihre Sprachen.Darauf der Adel von Österreich in blanker Rüstung,dann über 200 Trompeter und Heerpauker. Hinter ih-nen ritten Sigmund und Ludwig , und Mar undWla-dislaw wurden in Sanften getragen. Die gewaltigstenBarone schritten neben ihnen zu Fuß. Darauf kamder güldne Wagen der Prinzessinn Anna und die Kut-