188 D e r große Suleyma» vor Wien.
Donau bis wieder an die Donau die Vorstädte ein-schließende Wall wurde als viel zu weitläufig verlas-sen; die Vorstädte selbst, nachdem von der beweglichenHabe, Viel in die Stadt geführt, das Meiste abervon den zügellosen Soldaten geplündert worden, vom16. bis 2o. Sept. möglichst zerstört und dann in Brandgesetzt. — Am 21. Sept. ließen sich die blutgierigenUngeheuer des Mihal Oglu, die schon in den ver-gangenen Nächten ihre Ankunft durch die von allenSeiten aufsteigenden Feuersäulen verkündet hatten,bey St. Marp sehen, als eben die Vorstädte noch in vol-len Flammen standen, die Lücken abgerechnet, über800 ansehnliche Häuser, das Bürgerspital vor demKarnthnerthor, das Hospital der Ritter zum heiligenGeist jenseits der Wien, das Studentenspical bey St.Sebastian vor dem Stubenthor, das St. Mertens-spital nun des Georgenordens und die Frauenhäuservor dem Burgthor, Kirche und Spiral im Fischer-dörfel und in Als, der prächtige Klosterneuburgerhofsammt seiner Kapelle, die Klöster der Nonnen zuSt. Magdalena vor dem Schottenthor, zu St. Ni-kola auf der Landstraße, der Franziskaner zu Sr.Thcobald rc. An Geschütz waren, da die eingerücktenTruppen auch das ihrige abgaben, über »oo größereund gegen 3oo kleinere Stück. Man brachte Feld-schlangen auf die Thürme und unter die Dächer geeig-neter Häuser, bey St. Jakob, bey St. Clara, beyden Dominikanern. Gegen den Werd und die Do-nau blieb die, zwar stark bedrohte Communication amlängsten offen. Noch am 25. zogen zwey Fähnlein