Band 
Vierter Band.
Seite
189
JPEG-Download
 

Der große SuII e yman vor W i e >t. 189

Nürnberger und Augsbiurger (unter Letzteren der nach-mahls so berühmte Felldherr des Schmalkaldenbun-des, Bastian Schärtlin von Bnrtenbach) mitfliegen-den Fahnen und klingendem Spiel in die Stadt her-ein. Zwischen Tuln und Trasmauer waren sie einemgroßen Haufen angesehener und reicher Flüchtlin-ge begegnet/ über 5 ooo zu Fuß und bey 3 ooo zuSchiffe, die Tags darauf alle von den nacheilendenTürken und Tataren eingehohlt, heraitbt und jäm-merlich ermordet wurden; wie denn überhaupt in die-sen beyspiellosen sechs Wochen nicht viel über einDrittheil der gesammten Bevölkerung des herr-lichen Flachlandes unter der Enns, der Feindeswuchenrging!! Die türkischen Tschaikisten, (oder wiesie in den Relationen jener Zeit heißen ; Nasser»/ Nas-sadisten) setzten bey Heimburg über die Donau, ver-brannten das/ dem alten Salm gehörige Schloß Ortund gedachten bey ihrer klbermacht / mir starken Heer-säulen auf beyden Usern zugleich heranzuziehen / Wienvon allen Seiten einzuschließen und auch Mähren undBöhmen durch verwüstende Streifparteyen zil schre-cken und von jeder Hülfleistnng abzuhalten. Aberder Held Salm kam hier wohl zu spät, sein Eigenzu retten, nicht aber es zu räche« / indem er/ washerüber war/ niederhieb oder in die Donau warf,den Türken einen zweyten Versuch dieser Art verlei-dete und die wichtige Verbindung mit dem nördlichenUfer/ noch durch geraume Zeit sicherte. In derBurg befehligte iLeonard von Völs/ veralte Salm/

t