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Vierter Band.
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Der große Sul e yman vor Wien. 199

zufallen. Man stützte sie deßhalb mit ungeheuern Bäu-men, damit, wenn auch' Mauern gesprengt würden,sie hinaus sielen und den Anlauf erschwerten, statt ihnzu erleichtern. Wie aufden Schlag einer neuen Mosisru-the erhob sich neben dem Kärnthnerthor schon wiederein neues Bollwerk. Ein anderes am Schottenthor be-unruhigte das Feindeslager bey Döbling unaufhörlich.Am 9. wies sich das ganze feindliche Lager in vollerSchlachtordnung, offenbar um eine gewaltige Erplo-sion abziuvarcen und dann wieder einen Hauptffurm an-zulegen. Es wurden auch die Minen gesprengt, aber beyweitem nicht mir der, vom Feinde erwarteten Wirkung ,da die meisten entdeckt und ganz oder zum Theil zerstörtwaren.Dem Clarenkloster (jetzigen Bürgerspital)gegen-über, stürzten einige Klafter Mauer ein und die Türkenliefen wieder Sturm. Salm und Katzianer schlugen siezurück, der Mauerschutt ward augenblicklich wieder auf-geräumt, durch Schanzkörbe, durch ungeheure Pfo-sten und Baunie gesichert, die Brustwehren mit Holzund mit Erde gefüllt, aus den Mauern der eingeris-senen Häuser, hinter der Bresche , eine neue Maueraufgeführt, Lebensmittel im Überflüsse gespendet undauf allen Plätzen , durch Kriegsmusik der Muth erho-ben und der abgeschlagene Sturm jedes Mahl durchTrompeten und Heerpauken vom Stephansthurm undvon den übrigen Thürmen verkündet.

Am 11. Totober um 8 Uhr früh begannen dieTürken einen wüthenden Sturm am Stubenthor; zwi-schen diesem und dem Kärnthnerthor gab es eine großeÖffnung in der Mauer, die zwar oben in Gewölbes-weise unverletzt blieb. An der einzigen Öffnung lagen