Band 
Vierter Band.
Seite
205
JPEG-Download
 

/

Der alte Salm und seine Helden. 2 o 5

nein, mit seiner Fürsten, mit seiner Waffenbruder, mitseiner Thaten Bildniß, das wir in den Denkwürdig-keit« »genauer beschreiben. — Als 1783 St. Dorotheaufgehoben und mit Klosterneuburg vereinigt, die Kircheentweiht wurde, kam dieß höchst merkwürdige Denk-mahl deutscher Kunst, auf die Salmschen Herrschaf-ten in Mahren, zuerst nach Oppatowitz, dann nachRaitz, das durch ein seltsames Spiel des Zufalls,die Erbtochter des Hauses Rogendorf 1748 an Salmgebracht.

Es ist nicht rühmlich, daß in jener aufgeklärtenZeit, die durchaus von heute datiren wollte, die sichschämte, eine Vergangenheit gehabt zu haben unddarum allen Denkmahlen derselben vandalischen Kriegmachte, Niemand daran gedacht, wo dieses Denk-mahl eigentlich hingehöre? Dahin, wo der ersteLobgesang dafür emporstieg, daß durch den altenSalm und seine Helden, nicht nur diese?theure Wien, sondern durch Wien auch sämmt-liche Lande zu Österreich, auch Deutschlandund vielleicht Mitteleuropa, vor einer neuenBarbarey gerettet worden sind, — in den Ste-p h a n s d 0 m !

Es ist hier der Ort zu »viederhohlen, welch einmerkwürdiger Tag der 14. O ct., an welchem Suley-man die Belagerung aufhob! ? An eben dem Tag erspar-te es Wien der w e st p h ä l i sch e Friede, die Schwe-den noch ein Mahl an seiner Donaubrücke zu sehen(1648), geschah die llmgarnung der Österreicher in U l m,die Napoleon zum ersten Mahl nach Wien führte