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Vierter Band.
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Carl V. zu W teil.

Tagereisen. Am 6 . September brachen Carl und Fer-dinand von Regensburg auf und trafen am 4 . Octo-ber zu Wien ein. Die Reichsarmee lagerte von Kor-neuburg'iind dem Bisamberg herunter, bis an die lan-ge Donaubrücke. Wien selber war voll Soldaten. Ro-gendorf, der den Fürsten vorauseilte, wies die Spa-nier und die deutschen Lanzknechte aus der Stadt,gleichfalls ins Lager. Dawider erhoben sie Aufruhr,rotteten sich unferne St. Stephan zusammen, zogensich gegen den rothen Thurm, die Brucke zu besetzen.Vergeblich waren die Vorstellungen, die Bitten, dieDrohungen der Hauptleute. Der Cardinallegatb vonMedicis, der Marquis del Vasto, Pescaras würdigerNeffe und einer aus Carls berühmtesten Feldherrn,Antonio da L e y v a , das alte, podagrische, müri-sche Soldatenkind, das stacs auS der Sanfte com-mandirte, Paoia wider Franz I. vertheidigt underst kürzlich bey Landriano gesiegt hatte, mußtenvor der Wuth der Empörer in die nächsten Häuserentweichen. Rogendorf aber spendete nicht viele guteWorte, schwang sich zu Pferde, ließ die übrigen Trup-pen , ließ die Bürgerschaft unter die Waffen treten,das Geschütz mit Kettenkugeln und Traubenschüffenaufführen und keilte die Meuterer so von allen Sei-ten ein, daß sie, als ihnen Gnade verheißen ward,das Gewehr streckten. Wenige Tage darauf lande-ten Carl und Ferdinand, vorn Geschütz der Walle undThürme und von, Jubel einer unzählbaren Volksmen-ge begrüßt, auf einer prächtig verzierten Jacht, amrothen Thurm und hielten ihren Einzug. Carl in u n-cLcschicht« Wienö. 4- Bd. ti. 2 . Heft. l5