224 Carl V. z u Wiest.
g a r i s ch e rT rach t: sehr bedeutungsvoll, als Bcfrcyerdieses schönen Reiches und als Freund der tapfern , durchParceywuth und durch den Erbfeind der Christenheithart bedrängten Nation. Noch an demselben Tage ritter über die Donaubrücken, die jenseits in mehrerenLagern und Treffen aufgestellte Reichsarmee zu mu-stern, was er durch viele Tage fortsetzte.
Suleyman hatte indeß kein anständigeres Mit-tel gefunden, die Belagerung von Güns, dieses elen-den NesteS aufzuheben, auf das er schon 11 vergeblicheHauptstürme gethan, dessen Mauern er bereits an i 3Osten untergraben und zu 8 Klafter Lange niederge-worfen , das kaum 80 Soldaten und 700 Bauernzur Besatzung hatte, als den Helden Jurichich, mitfreyem Geleite zu sich ins Lager zu fordern, ihn mitdem Lobe seiner trefflichen Gegenwehre zu überschütten,ihm Stadt und Schloß sammt allen, was darin zuschenken, gegen dem, daß 10 Janitscharen auf eineStunde in das Städtchen kommen und die türkischeFahne auf die Mauer pstanzen durften, und dann ge-gen die Muhr auf Gral; zu ziehen, näherer Kundevon Mihal Oglu gewärtig.
Aber von deffen Heerhaufen war auch nicht einBöthe deS Unheils übrig geblieben. Erst nach vielenTagen trug ein unstetes Gerücht die Trauerbothschaftan C uleymans Ohr, zugleich aber auch des großen Kai-sers Carl Ankunft zu Wien mit einem Heere, dergleichendie Deutschen, seit Jahrhunderten nimmer im Felde ge-zeigt!—Panischer Schrecken ergriff ihn und sein ganzesHeer. Der Heimzug glich einer übereilten Flucht. Da