226 D i e Zeiten bis zum Ableben
Ofen durch geheime Einverständnisse zu gewinnen mein-te/ mußte im Angesicht der türkischen Übermacht dieDonau übersetzen, verlor dabey sein Geschütz, seineArmee aber alle moralische Starke. —-Kaum daß Leo-nard von Völs aus der Insel Schütt, die Trümmerwieder sammelte. Rogendors starb in verzweifeltemSchmerz zu Comorn, in den Armen des sungen Ni-klas Salm — Sulcymau erklärte nun Ungarn,als ein türkisches S a n g i a k a t, die Witwe undWaise Zapolyas, als Zinsfürsten Siebenbürgensund der Theißgegenden. Ofen, die Strombeherrsche-rinn, den Türken wegen ihrer heißen Bader undGe-sundguellen heilig, witrde die dritte Stadt deS osma-nilchen Reiches .und blieb es durch anderthalb Jahr-hunderte (i54i—,686) bis drey Jahre nach der zwey-ten Belagerung Wiens.
In den Tagen Ferdinands wurde Wien 1641 undi565 von der P e st heimgesucht, i56o am >5. Decem-ber durch ein heftiges Erdbeben, das ein nicht min-der furchtbares Ungewikter^ begleitete, das mehrmahlsin den Stephansthurm schlug. — Der Tnlnerhof aufder Schoktenpeunt (dem Hügel von der Währinger undCarlsgaffe gegen die Roffau) und der Margarethenhofan der Wien wurden zu Contumazhausern eingerichtet.— i 552 im April kam Ferdinands Erstgeborner, derbereits zinn Könige Böhmens erklärte Maximi-lian, mit seiner Gemahlinn Maria,Carls V. Toch-ter nach Wien, zum allgemeinen Jubel. — Unter an-dern Zeichen der öffentlichen Freude, wurde auch derAtephanslhurm bis an die Spitze hinauf, sehrkunst-