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Vierter Band.
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6 Der Ächter Joh. Friedrich v. Sachsen

die Holzzufuhr ( 1674 ) und verwahrte den, leider alleAugenblicke gestörte» Frieden des Landhauses du-rchdie schwere Rüge des Abhauens der frevelkühnen Hand.Das bedrohende Gemählde verschwand erst in unsernTagen vom Landhauschor.

Von Landplagen blieb Wien unter dem zweytenMax keineswegs verschont. — »5y» wüthete die Pest,i 5 j 2 die Gewässer. Mehrmahls fraßen Heuschreckendie Saaten; die auf vielen, weit ausschauenden Hü-geln errichteten sogenannten „Käferkreuze" sind nochein redendes Denkmahl derselben.

Harre Wien unter Ferdinanden der prunkvollenEinzüge und Auffahrten viele geschaut, so sah es auchmehrmahls Einzüge, die ganz eigenthümlich als Alle-gorien des Unbestandes aller irdischen Hoheit geltenmochten. — Wilhelm von Grumbach, ein Edel-mann aus Franken, der Mandelslohe und der Stein,zwey unruhige Gesellen wie er, hatten frech den Land-frieden verlegt und Würzburgs Bischof, Melchior vonZobel ermordet. Der Sachsenherzog Johann Fried-rich, ungewarnt durch das Beyspiel seines bey Mühl-berg geschlagenen und von der Kur verstoßenen Va-ters, nahm öffentlich ihre Partey. Somit erging auchdie Acht über alle, Grumbach und seine Gesellen wur-den hingerichtet, Johann Friedrich aber gefangen. Aufeinem offenen, hohen Wagen, einen Strohhut aufdem Kopf, von Reitern umgeben, wurde er (im Mayi56y) zu Wien, unter ungeheurem Zulauf, vom ro-then Thurm bis in die Burg durch die Stadt, sohinnach Wienerisch- Neustadt, auf das Preßburger Schloß,