und der letzte Valois zu Wien. 7
kann wieder nach Neustadt und zuletzt nach StadtSteyer in ewige Gefangenschaft geführt, die seine Ge-mahlinn, die Psalzgräfinn Elisabeth edelmüthig mit ihmtheilte und die bis an seinen Tod, durch 28 Jahre dauerte.
Als (1. July 1572) der jagellonische Manns-stamm des pohlnische» Königshauses mit S ig mundAugust, dem Bruder der Jsabelle Zapolya undSchwiegersohn Ferdinands I. erlosch, wählten dieStände (7. April 1873) den 22jährigen Heinrichvon Anjou, Sohn des französischen Königs Hein-richs ll. und der Katharina von Medicis, BruderFranz's 11 . und Carl's IX., den Haupturheber dervor neun Monden (24. Aug. 1872) ausgeführtenPariser Bluthochzeit oder Bartholomäusnachtwider die Hugonotten. Als am 3 o. May 1874 Carl I X.in der Blüthe seiner Jahre gestorben, ergriff Heinrich,sein Nachfolger, den unköniglichen Ausweg, heimlichbey Nacht und Nebel, ein Pstaster über dem Augeund mit einem falschen Bart, aus Krakau zu entflie-hen. Einen Kämmerer sendete er an den Kaiser nachWien voraus, folgte ihm aber selbst auf dem Fuße,so daß der Landmarschall von Rogendorf kaum dieZeit gewann, ihn vor Nikolsburg an der Gränze zuempfangen. Die Erzherzoge Carl und Maximilianfuhren ihn, bis jenseits der Donaubrücken entgegen,der Kaiser selbst, bis an den Tabor; sie führten ihndurch Reih und Glieder der Bürger und Stadt-quardia, in die Burg. Fünf Tage verweilte er, un-ter allen erdenklichen Auszeichnungen. Täglich wa'rJagd im Pracer und im Thiergarten des Neuge-