die Hinrichtungen. 43
die den Türken die Festung verkaufen wollte. Siewaren theils schon an Ort und Stelle mir sinnreicherGrausamkeit abgethan worden, aber 12 Offiziere wur-den erst in Wien am Hof, am Graben, am neuenund hohen Markt gevierrheilt, ihnen Hand und Kopfabgehauen , drey andere am Tabor, auf der Bandstraßeund vor dem Stubenthor lebendig gepfählt, — iboiverlor Georg Paradeiser, der Canischa gleichfallsohne Noch übergeben, am Hof, Haupt und Hand.Den Besatzungen von B a b 0 e s a und K l e in - K 0-morn, dem althannischen und mörsbcrgischcn Regi-ment, die wegen langen Soldrückstandes Meuterei)erhoben, war gleichfalls sammt und sonders das Lebenabgesprochen und sie zur Abhörung des Urtheils aufden Burgplatz geführt. Aber dort begnadigte sie Erz-herzog Mathias gegen dem, daß sie in Granzplatzenum geringen Sold dienen sollten. Die zwey letztge-nannten Regimenter, die die ganze Umgegend durchRaub und Mord unsicher gemacht, wurden zum Theilvon Wiens Sladtguardia übermannt und entwaffnet.Schon am 1. Aug. i 5 bo gab Rudolph zu PragHannsen Ferenberger von Au er, (einemin den niederländischen und italienischen Kriegen wohl-versuchten Helden, dessen Rüstung die AmbrafferSammlung bewahrt, der aber, ein Soldatenkind,seine Ältern nie gekannt, den ersten Nahmen von sei-nem Pflegevater trug, den zweyten von dem tyroli-schen Dörfchen, wo die Mutter ihn auf dem Durch-marsch geboren) als seinem Stadthaupt mannund Obersten zu Wien, eine Instructio», die