Band 
Vierter Band.
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48 Rudolphs G e m ü th Skr ank h e itrc.

Ende doch zu entschiedenen Schritten genöthigt, ent-weder vom Feind, der von ihrem Mangel an Instrue-tion und an Mitteln keine sonderliche Notiz nahm,oder, uin nicht jeden günstigen Augenblick zu verlie-ren, wurden sie fast immer abgerufen, und mit Hals-processen bedroht, weil sie des Kaisers Befehl nicht er-wartet, somit ihre Vollmachten hochverrächerisch über-schritten hätten!!

An alle Höfe sendete Rudolph Bothschafter umBildnisse der schönsten Prinzessinnen, verlobte sichsechs Mahl, konnte sich aber eben so wenig zu einerVermählung entschließen, als zu einer Fürsorge fürdie Einheit und Uncheilbarkeit des Scaates, für dieErhaltung der Kaiserkrone bey Habsburg, für die Fest-stellung der Thronfolge in den bewegten Ecblanden.Wer es wagte, ihm solche theure Angelegenheit mitNachdruck aus Herz zu legen, hatte seine Neigungund sein Vertrauen für immer verwirkt, denn er harre sichunterfangen, die Möglichkeit seines Todes auszusprechen,und war wohl gar ein Mirverschworner frevlerischerAnschlage wider seinen Herrn und Kaiser! Die äußersteVerwirrung in allen Zweigen der Verwaltung, zog na-türlich, beständigen, dringenden Geldmangel nach sich;die Truppen erhielten fast nie ihren Sold, daher un-ter ihnen Meuterey, Euiverstandniß mir den Türken,verratherische Übergabe wichtiger Plätze, ohne daß dieBefehlshaber es zu hindern vermochten , grausamePlünderung in Freundes Land, die Alles aufs Äußerstebrachte, und die Monarchie mehrmahls mit augen-blicklichem Auseinanderfallen bedrohte. — Bey »euer