Band 
Vierter Band.
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Mathias Herr in Österreich u. U ng arn. 5g

(>i. April 1611) und sich mit einem Jahrsgehaltezu begnügen, der seinen ausgesuchten Bedürfnissenund künstlerischen Grillen keineswegs genügte, so daßer das Reich, das gleichfalls an seine Absetzung dach-te, um einen standesmäsiigen llnrerhalt ansprechenmußte! — Run meinte er in kindischer Fröhlichkeit,durch die Stiftung eines Ordens von Friedensricrern,alles auf der Stelle wieder ins Geleise ju bringenund arbeitete selber Tag und Nacht an den Ordens-ketten. Aber daß sein schöner treuer Löwe starb, dener täglich mit eigner Hand gefüttert, brach dem ar-men Fürsten das Herz. (20. Jänner >6»2). WenigeMonathe darauf wurde Mathias auch Kaiser und nureinen Monath vor des Bruders Tode vermählte er sichbereits ü^jährig ( 4 - Dczb, 161 r.) zu Wien mit großemPrunk mit seiner Nichte Anna, Tochter Erzherzogs Fer-dinand von Tyrol. — Die Residenz wurde von Pragnach Wien zurück verlegt. Nicht minder prächtig warMathias und Annas Rückkehr von der Krönung zuFrankfurt 25 . Nov. 1612. Durch die dichte» Reihendeutscher und ungarischer Krieger ging der Zug ausdem untern Werd zum rochen Thurm. Mathias warzu Pferde. Vor ihm ritt der Marschall Freyherr vonöosenstein mit dem bloßen Schwert, hinter ihm diemächtigsten Landherrn und die reichsten Bürger. Amrochen Thurm empfing ihn der Scadtrach, dessenHäupter einen prächtigen Himmel über ihn bis zumBischofhof trugen, wo der Kaiser vom PferdeiHog, von der Geistlichkeit empfangen , von derHochschule unter einem andern Himmel bis in dieKirche und aus demselben wieder bis aus Ende des