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Vierter Band.
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Cardinal Clesel, Staatsgefangener. 71

sal, die Obersten führten ihn über den verborgenenGang jur Burg hinaus, auf die Dastey und durch^ie Festungswerke außer dem Schottenthor hinab.Dorr setzten sie sich in einen verdeckte» Wagen. Jen-seits der Spinnerinn am Kreuz harrten zweyhundertDampierresche Cuirajsiere, Pferde waren überall un-terlegt und so ging es rasch der Steyermark zu undauf das Schloß Ambras, bey Innsbruck, wo Kieselfürstlich bedient, aber in der engen Haft eines Staats-gefangenen gehalten und erst nach ein Paar Jahrennach per Abrey Georgenberg überseht wurde. —■ WeinVertrauter, der Dominikanerprior Peter Hüttner,^er in der Ritkerstube immer auf den Cardinal gewar-tet , wurde vor Ferdinand gerufen, verhaftet und mußtedie Schlüssel seiner Schriften und seines Schatzes her-geben, der im auffallenden Gegensatze mit der Dürftig-keit des Hofes, bloß in Baare, /«00,000 Duca-ten enthielt. — * *) Als Alles vorüber war, traten die

') In der Erzherzoge Manifest wurde ihm eine liederliche undverwirrte Verwaltung der Justiz-Kriegs - und Finanzla-

* chen vorgeworfen und wie er Sachen, die ihn selbst nichtimeresstrt, auf Jahre, ungclescn bey Seite geworfen,die wichtigsten Acten verschleppt und verloren und oft den-jenigen mitgetheilt hade, deren Schuld darin aufgedecktworden, dasi Niemand mehr dem Kaiser stch getränt einigeZuneigung zu bezeugen, oder ihm mit Nach und That bey«zustehe». Lft habe der Übermüthige, stch auf die Brustschlagend, geschrieen , hie r sitzt der Kaiser und sichöstentlich gerühmt, des Kaisers und der Kaiserinn Herz ganzin seiner Hand zu haben und von Mathias in der Deichteeinen Eis genommen zu haben, daß er ihm alle Klagengegen ihn sogleich entdecken wolle. Die spanische unddeutsche Linie des Erzhauscs habe er ganz gegen einan-