Band 
Vierter Band.
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72 Mathias stirbt.

Erzherzoge vor den Kaiser, eröffneten ihm den gan-zen Hergang und überreichten die Information überKlesels verderbliches Wirken. Mathias von denSchmerze» des Podagra verzehrt, wurde blutrolhvor Überraschung, preßte die Bettdecke an den Mund,sprach aber kein Wort. Nur die Kaiserinn, der die Für-sten den ganzen Vorgang durch ihren Obersthofmei-ster, (den nachmahlig berühmten Stifter des west-phalischen Friedens) , Grafen Map Trautmannsdorferöffneten, sagte äußerst aufgeregt: „sie sehe wohl,daß ihr Gemahl zu lange lebe und daß man seinerbereits überdrüssig sey." Sie starb wenige Monathedarauf (18. Decemb. ltiiö) ZZjährig und Mathiasfolgte ihr schnell (20. März 1619), ein Fürst, der

der erkältet, letztere auch mit den katholische» ReichSfür»sten in Spannung gebracht, das Gcschäsk ber Adoptionund Nachfolge Ferdinands, worauf in dieser verhängniss-vollcn Crise dcS ganzen Hauses Heil und Erhaltung be-ruhe, so viel er nur konnte verzögert, im UskokenkeiegFerdinands wider Venedig sich öffentlich geruhn,t, er wolleihn mit diesem Krieg verzehren und aufreiben und Mathi-as solle ihn» gewiß nicht b-ysteben, bis ihm das WasserinS Maul rinne, der Republik habe er Ferdinands Corre-spondenz mitgetheilt und sie beruhigt, der Kaiser werdeden» Erzherzog gewiss nicht helfen, ja das Guccessionsgc,schau solle nicht eher erledigt weiden, biS Ferdinand dieSignorie versöhnt habe!! Mit dem Kaiser Rudolph, mitdem doch Klckel keineswegs zu vergleiche», habe man umdes Hauses Österreich gänzlichen Untergang zu vcrhüthen,noch viel ernsthafter umgehe» nnisse», MaihiaS dürfte sichdaher nicht „ur gänziich über Klesels Fortschickung beruhi-gen, sondern auch die Zache vor der Welt so erscheinenlassen, alS rühre sie von ihm selbst und nicht von den Erz»herzogen her. rc."

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