Band 
Vierter Band.
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74 Handels- unb Pplizey-Sahungen.

mit schweren Unkosten und Erbverträgen erworbenen/nachmahls von vierzehn Könige» confirmirten Privi-legien, sonderlich auf Lacken, Tücher und Wolle,"hatte Rudolph ( 1 . Sept. r5gsi) den englischen Kauf-leuten , Factoren und Dienern den Aufenthalt inWien, in Prag, in den Erblanden und im heil.röm. Reich untersagt und ihre Waaren bey Confis-cation hinwegzuschaffen anbefohlen, auch ihre Hand-tirung und Contracte aufgehoben. ■— Wie in Eng-land , so war auch in den vereinigten Niederlandendurch die kühnen Unternehmungen wider Spanien unddurch die unermeßliche Beute der unaufhörlichen groß-artigen Capereyen, ein Geist der Abenteuer gewecktworden, der sich in vielen und großen Unternehmun-gen bewahrte. — Das, nach König Sebastians Ver-schwinden durch den Herzog Alba für Philipp ll. ero-berte Portugall wurde von Britten und Hollän-dern als Spanien angesehen und behandelt, somitfielen die Molukken und der japanische Handel unddas Beste in Brasilien und auf Guinea den Hollän-dern in die Hände. Diese, statt AlleS in Lissabon zuhohlen, gingen nun an die Quells selbst und es ent-stand eine große ostindische Handlungscompagnie, auchwurden allmahlig die Generalstaaten von mehrerenMächten anerkannt. Somit war die Rückwirkung aufden Verkehr Wiens, sowohl von Flandern, sowohlvon Mastricht und Kölln her, als von Venedig, dasin beständiger Rivalität gegen beyde Linien Habsburgs,vorzüglich aber gegen Spanien all diese Wendungenmöglichst benützte, von nicht geringer Bedeutung. —