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Vierter Band.
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Ferdinands 11. verzweifelte Lage. 77

j" senden, mit denen er über ihre Beschwerden undwünsche unterhandeln möge, gar keiner Antwort,vielmehr drang Thnrn in Mahre» ein, das Carlund Max Liechtenstein, der Cardinal Dierrichstein undder gelehrte Pikardite, Carl Zierotin bisher noch inder Treue erhalten hatten. Nun mochte Thurn Fer-dinanden ungescheut, in seiner eignen Burg aufsu-chen. — Osterrreichs evangelische Stande weigertendie Huldigung, erhoben gegen die, von ErzherzogAlbrecht, zu Gunsten Ferdinands ausgestellte Ver-zichtleistung , allerley völlig grundlose Bedenken und be-gehrten mit schamloser Stirne die Erlaubniß zur Con-foderation mit den Bohmen, die bereits auf Wien imAnzüge waren!! Mehrere, nach Siebenburgen ausge-wanderte ungarische Protestanten, riefen den Landesfür-sten Gabriel Bechlen auf, seinen Glaubensbrüdern zuHülfe zu eilen. Am 5. Juny i6i<) erschien Thür » vorWien und nahm sein Hauptquartier in Margare-then. — Bey St. Ulri ch warf er Batterien auf,führte sein schweres Geschütz ein wider die Burg undvertrieb Ferdinanden aus seinen Wehnzimmern. —^h"e offenen Bruch schwärmten leichte Reircrhaufen^^thlen Gabors und seiner ungarischen Anhänger von^wtronell bis über die Fischa herauf. Die Türken soll-ten von Canischa aus in die Steyermark fallen und soden letzten Ausweg versperren. — Wien selbst wart" der größten Gahrung. Erasmus T sch e r n e m b lt">d Andreas T h 0 n r a d t el, Herr auf Thcrnberg"nd Ebergaffiug, traten an die Spitze der Protestan-Xtn ' die ganz ungescheut davon sprachen, sich einen