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Vierter Band.
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Ferd inands IT. verzweifelte Lage. 79

der Hauptstadt, Alles verloren seyn. Nicht diese Fein-de , die Gottes Gewalt bald erreichen werde, derWahltag zu Frankfurt sey sein Augenmerk, mittendurch die Empörer dahin zu ziehen und auf sein Haupt,das sie schon verloren und preisgegeben achteten, dieKaiserkrone zu setzen" — und der Gott im Innernerfüllte ihn mit jener Allmacht des Glaubens, dieBerge versetzt und den La-uf der Sonne hemmt, dieden geblendeten, gebundenen Simsen zum Siegerseiner hohnjauchzenden Feinde machte. — Noch be-wahrt die kaiserliche Schatzkammer das Crucifix, vondem der König auf sein inbrünstig Flehen in der höch-sten Noth, den ermuthigenden Zuruf: „Ich werdedich nicht verlassen Ferdinand!" (Ferdi-nande , non te deseram) zu hören glaubte.

Unmittelbar auf dieses Gebech vernahm man un-ziemliches Geräusch im Vorsaal und (wahrend die ka-tholische Bürgerschaft in Eile i 5 oo Mann unterWaffen brachte und bey 600 Studenten sich in schönerBegeisterung für ihren Erbherrn und ihre Stadt, andie Thore und auf die Walle drängten), traten 16protestantische österreichische Landherrn in die öde, hinund wieder schon von böhmischen Kugeln durchlöcherteBurg, die Genehmigung der erniedrigendsten Anträgezu ertrotzen, wobey der freche Thcnradtcl den Königun den Knöpfen seines Wammses fastend und eine Schriftrhm aufdringend, in die Worte ausbrach: „Gib dichWandel, gib dich! w i r st du n ich t unter-schreiben!?"

In diesem verhängnißschweren Augenblick, er-