Band 
Vierter Band.
Seite
92
JPEG-Download
 

g 2 Verlauf des Krieges.

noch unter den Trophäen des kaiserlichen Zeughauseshangt. Die Öffnung des Schutzes/ der den linken El-lenbogen zerschmetterte/ hat die Begeisterung reisen-der Schwede»/ deren Viele sich Stückchen davon her-ausschnitten/ über die Gebühr erweitert. Sehr deut-lich ist auch der meuchlerische Schutz in den Rück-grad. Es war eine Schwadron der pappenheimschenCuirassiere (nun Schneller Chevaup-Legers) in derenNahe Gustav fiel. — Unter vielen Glücksfallcn, diesich den großen Gaben des Schwedenkönigs gesellten,war es nicht der geringste, daß er so zur rechten Stun-de und auf seinem Scheitelpuncte fiel. Jetzt schon er-regte sein Ende, weit freudigere Überraschung zu Pa-ris, zu Berlin, zu Dresden, als zu Wien. WenigeMonathe spater mären seine Bundesgenossen, die er-bittertsten FeindeLeworden und der uneigennützige Ver-fechter des Evangeliums und der deutschen Freyheit,wäre als der Eroberer da gestanden, der nicht unger-ne mit Österreich getheilt hätte — und fünf Viertel-jahre , nachdem die blutigen Würfel der Schlacht,Ferdinanden seines großen Gegners erledigt, ist wie-derum nur Rettung für ihn, in der Ermordung seineseignen Oberfeldherrn! Die getreuen Generale Picco-lomini, Gallas, Alkringer, Marradas, Colloredo,ließen den Vollzug der Acht über ihn (25. Febr.i654) in seinem 5». Lebensjahre zu Eger in dem Au-genblick ergehen, als sein Heer ihn verlasse» und er,als Flüchtling, mit Wenigen, zu den Schweden hin-über wollte. Mit ihm fielen Kinsky, Terzky und Jllo. —Jrländer und Schotten waren die Mörder, Leslie,

/