Verlauf des Krieges. gZ
Buttler, Gordon, Geraldin und Deveroux. ZuWien und beym Heere erschien ein Manifest: „Überdes Friedland und seiner Adhärenten Prodirion." —Ganz wird das Dunkel über diese schaudervolle Bege-benheit niemahls schwinden. Die neuesten darüber be-kannt gemachten Actenstücke beweisen nur die Verwor-fenheit der Mörder, die noch zur Lebzeit des Herzogs,der sie aus dem Staub erhob, über die Theilung sei-ner Häuser, Kostbarkeiten und Pferde in wüthendenZwiespalt gegen einander geriethen. Die zwey letztenJahre seines Generalates , in denen er den Feind be-ständig schonte, jeden Hauptschlag vermied, den Thurn,solch nahmenlosen Unheils fluchwürdigen Urheber ent-wischen ließ, mit ungeheuern Mitteln nur Geringesleistete und nur des Kaisers Länder mit des KaisersHeere drückte und ängstigte, lassen bloß darüber inZweifel, ob er mehr Verrückter oder V e r r ä t h e rgewesen — und ein halbes Jahr nach seiner Ermor-dung (,6. Aug. i 654) erstritt der junge König vonUngarn und Böhmen Ferdinand, bey N ö rdl i ng e njenen herrlichen Sieg, der für die Katholiken war,was Leipzig für die Protestanten gewesen. — InFolge dieses Sieges schloß Max Trautmannsdorf,(der den Bund mit Bayern unterzeichnet,) auch denPräger.Frieden mit Sachsen und den meisten"katholischen Ständen (2o. May i635). — Nichtvolle zwey Jahre überlebte der Kaiser diese wichtigenEreignisse und kaum zwey Monden die Wahl seines Soh-nes zum römischen König. Im 5g. Jahre starb er zuWien (,5. Febr. 1657) und verlangte neben seiner