9§ Ferdinand IN.
Almosen nährten, Herberge, Holz, Licht, Bücherund Arzneyen umsonst gereicht wurden. —Ferdinand II.schenkte bey der Vereinigung der Hochschule mit denJesuiten ihnen auch dieses Haus. Bald darauf wardes eine höhere Bildungsanstalt für den ungarischenClerus, da wie der Cardinal Dietrichstein in Mahren,so der Primas Cardinalerzbischof von Gran, Pe-ter Pazmany, von der Nothwendigkeit tief ergriffenwar, dem karholischen Clerus, durch Gelehrsamkeit,Sittenrcinheit und nationalen Sinn, das VerlorneGewicht wieder zu verschaffen. Die aus diesem Best-tzeswechsel hervorgcgangene Irrung wurde schnell da-hin verglichen, dasi die Jesuiten der Universität stattdes Goldberges, das ihnen vermachte scholzische Hausin der Johannesgaffe überliesien. — Am Prater, beyden Jägern (Jägcrzeil) und unter den Feldern (gegendie heurige Franzensbrücke zu) stellte die Stadt (-656)das unbefugte Leutgeben (Ausschenken) ein und ver-glich (,6Kc>) den langen Steit mit Klosterneuburgwegen der Donauauen, dem Fischwaffer und andernGerechtigkeiten in der Fischerau, Hundsau, Böckel-au, dem Grabstein, Lahngrund, der obern und un-tern Spirelau , der Eypoldauer - und Ringeler- Au,dem Kriegs - und Streitgute, (so genannt, ivcil seitlanger Zeit all,ahrlich Thätlichkeiten alldort vorfielen.)— Tie ungeheure Kriegeslast verursachte Aussagen aufBedürfnisse und auf Lupusgegenstände, auf Stiefelund auf Seidenwaaren, auf Besoldungen und aufKleinodien, auf alle Lehenp'erde und auf alle Land-kutschen, auf jeden Rauchfang einen Gulden, auf ,c-