Band 
Vierter Band.
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9Ö Torsten so ii vor Wien. \

Beynahe durch zwey Jahrzchende hatte der Krieg/von der Fensterabstürzung in Prag und von ThurnsErscheinung vor Wien, biS zu Ferdinands II. Ablebengelobt, ohne daß feindliche Fahnen wieder im Ange-sicht der Hauptstadt sich entfaltet hätten. — 1657sahen sich zwar Bannier und Wrangel bis an die Seezurückgedrückt, aber das folgende Jahr ivar für Fer-dinands neue Alliirte, für die Sachsen unglücklich,Bernard von Weimar verfocht seine Absichtenauf das Elsaß durch drey Siege, die endlich auch denFall des wichtigen Breysach erzwängen und als einepestartige Lagerseuche diesen romantischen Heldenund glücklichen Nacheiferer Gustav Adolphs im 36 .Jahre plötzlich dahin raffre, geschah gar nichts, vondiesem wichtigen Ereigniß, wie von der Niederlagedes Pfalzgrafen Carl Ludwig Bortheil zu ziehen. ,658— i 63 g. Als der kühne Bannier, in seinen Aus-schweifungen ertrunken, folgte ihm als Oberfcldherrder Schweden, ein noch weit größerer Held, Leo-nard T o r st e u s o n, von der zartesten Kindheit an,Gustav Adolphs vielgeliebter Page, darauf sein Käm-merer, Zögling im großen Waffenhandwerk und er-klärter Liebling. Im besten Mannesalter von Gichtund Zipperlein verzehrt, machte er dennoch die be-schwerlichsten Winterfeldzüge, mit reißender Schnellig-keit und commandirte vom Tragseffel oder aus derSänfte. Am 3 i. May 1642 schlug er bey S ch w c i d«niß die Kaiserlichen unter dem Herzog Franz Al-brecht von Sachsen Lauenburg, einst General derSchweden, Vertrauten und wie Viele ihn offen be-