io4 S old ate n r a u b e r e y e n.
als in zahlreichen Karavanen nach Brunn und selbstdiese Vorsicht war unzureichend, so z. B. griff eineschwedische Partey im März ibisty, gleich außer denDonaubrücken, i 5 Wagen mit mehr als 80 Perso-nen an, todtere >6, verwundete viele, schleppte dieVornehmsten um des LösegeldeS willen mit sich fortund machte reiche Beute. — Seit dieser Schweden-zeit und seit den Unruhen des jüngern Rakoczy, wardie H o h e n l e ite n, hinter Wolkersdorf, ein weitberüchtigtes Naubernest. Sie blieb es l is in die erstenJahre Lheresiens, wo der dichte Wald zu beyden Sei-ten der Heerstraße ausgehauen und auf den höchstenPunct ein beständiger Reuterposten hingesetzt wurde.— Aber auch die B u ch h e i m'sch c n Volker, diezuerst gegen Rakoczy gestanden, darauf Krems undKvrneuburg wieder erobert, machten es nicht bester/bedrohten überall die Sicherdcil der Straßen, be-raubten sogar euiige vcu Wien nach Gratz eilendeHoswügen, hielten vor St. Pollen den Erzher-zog an, mit trotzig vorgehaltener Wehre, umGeld brüllend! Endlich wurde wider dieses Streif-commando ein anderes Slreifconuuando von Wie»ausgeschickt, das alle Verdächtigen, ohne viel Feder-lesens au die nächsten Baume henkte und die ärgste»Bosewichte nach Wien lieferte, wo ein Lieutenantenthauptet, mehrere Unterofficierc durch den Stranggerichtet, viele Gemeine erschossen wurden. — Dasalte Faustrecht war in der schrecklichsten Gestalt wie-dergekehrt, aus des Landes Beschützern waren seineärgsten Feinde, aus den stehenden Truppen, stehende