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Vierter Band.
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Westphalischer Friede. io 5

Räuberbanden geworden. — Nach solcher Drangsalwar es somit eine Musik der Himmel, das; »ach sovielen mühsamen uno schwierigen, schon so oft miß-lungenen Unterhandlungen, endlich die Ermüdung,die offenbare Unmoglrchterr, den Streu zwischen demallen Glauben und der neuen Lehre durchs Schwerezu entscheiden, die dringende Nothwendigkeit einesrechtlichen Besitzstandes, gesetzlicher Grunzen undFristen, (14. Occ. 1648) den Frieden herbeyführte,der von den Orten, wo er geschlossen warb, nähmlichzu Münster mit Frankreich, zu Osnabrück mir Schwe-den, der westphalische heißt. — Uncer dem Ge-läute aller Glocken, unter dem Donner des Geschü-tzes, unter Trompecenschall, was sonst hoch verbothen,ritt der Courier, der den Frieden gebracht, derselbeOberst Ranffr, der Krems wider Torstenson verthei-digte, unter dem Zujauchzen eines unzählbaren Vol-kes, vom rothen Thurm in die Burg. Ferdinandschmückte ihn mit einer goldenen Gnadentelle und mitdem köstlichsten Ring vom eignen Finger. — 2 u Praghakte der unselige Krieg mit der Fensterabstnrzungbegonnen, in Prag erlosch auch die verheerende Flam-me. Die klberrumplung der kleinen Seite durch Kö-uigsniark war die letzte bedeutende Waffenthac. —tyrolische Linie des Erzhauses brachte dem Frie-den das größte Opfer, sie trat ganz E l s a ß an Frank-reich ab. Die verbannten Österreicher dursten zurück-kehren , doch sollten sie nur jene Rechte und Güterwiedererhalten, die ihnen nicht schon früher eingezogenworden, als sie sich zur schwedischen oder französischen