Band 
Vierter Band.
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107
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Tod Ferdinands III. 107

seinen bereits zum römischen und zum König von Un-garn und Böhmen gekrönten Sohn Ferdinanddurch die Pocken zu verlieren und die dornichtcn Uir-terhandlungen für seinen ,6jährigen Sohn Leopoldwieder von vorne anzufangen. — Seine letzten Tagewaren durch verheerende Feuersbrünste in und umWien bezeichnet. In einer solchen gab Vaterangstihm den Tod. Eben hatte er seinem Sohn Leopold,von allen Ministern den Eid leisten lassen und ihn,dem edeln, treuen Bruder Erzherzog Leopold Wilhelmund der Kaiserinn Eleonore von Mantua empfohlen ,deren Geist und Anmuth die Freude seiner letztenJahre gewesen, als er in einen Schlummer der Schwa-che verfiel. Allzubald schreckte ihn aus demselben wil-der Feuerlärm auf. Um die Mirternachtsstunde schlu-gen die Flammen aus der Kaiserinn Kammerküche undder Burgbrunnen gab schon auf den dritten Zug keinWasser mehr. Der sterbende Kaiser wollte sich durch-aus nicht eher in Sicherheit bringen lassen, bis nichtder erst drey Monden alte Prinz Ferdinand gerettetsey. Da Rauch und Flammen immer starker wurden,begriff ein Trabant schnell die Wiege, stieß aber da-"üt in der nahmenlosen Verwirrung so heftig gegenWand, daß sie brach und er, mit dem, wiewohlunbeschädigten Kinde zu Boden ßel. Ferdinand über-lebte diesen Schrecken nur vierthalb Stunden und fandseine Ruhestätte neben Mathias bey den Kapuzinern. —Leopold, (der zweyte Sohn seiner ersten Ehe mit der»sufantin Marianne, Philipps III. Tochter), hattebereits im 14. und , 5 . Jahre die Kronen Ungarns