Band 
Vierter Band.
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io8 Leopold I. unb Ludwig XIV.

und Böhmens erhalten und war nach den alten Haus-gesetzen, die das vollbrachte 16. zur Vogtbarkeit be-stimmen, unstreitig großjährig. Da aber die gol-dene Dulle das 18. Jahr von den Kurfürsten begehrt,wendeten die abgeneigten Mächte dieß um so mehr aufden Kaiser an, um Leopolden von der Wahl auszu-schließen , die aber dennoch auf ihn fiel und ihm trotzaller Gegenbestrebungen Frankreichs und Schwedens,auch die erste Krone der Christenheit auf das jugend-liche Haupt setzte.

Leopold I. und Ludwig XIV. — Die Je-suiten. — Portia und Lobkowitz. — D i eL ü r k e n g e f a h r abgewendet durch M o n-tecuculrs Sieg bey St. Gotthard. —D i e ungarischen Mißvergnügten. —Städtische Satzungen u n d Sitten. —D i e Brunst der Burg. — Vertreibungder Juden. — D i e große Pest.

„So oft ich auch meine, jetzt, jetzt endlich denT o d e s st r e i ch auf dieses Haus Österreich ge-führt zu haben, zieht es immer wieder ein bereitesWunder aus der Tasche," riefunmuthsvoll Riche-lieu nach dem Falle Breysachs. — Äber nicht aufder Martinswand, nicht durch die dampierreschen Cui-raffiere oder auf dem Preßburger Landtag von 1741,that sich dieß Wunder so mächtig hervor, als darin,daß Regierungen, wie jene F r i e d r i ch s IV. 53 ,