Leopold I. und Ludwig XlV. »vA
jene Leopolds l. 4? Jahre gedauert haben und dervon außen allerwärts bedrohte- im Innern von Par-teywuth zerrissene oder an seinen 3ojährigen Wundenverblutende Staat, nicht allein nicht aus einander ge-fallen, sondern am Ende dieser Regierungen mäch-tiger als in ihrem Beginn in dem großen Weltschau-spiel dagestanden ist. — Alle die Kriege aus Kriegen,in denen die Herrschaft Leopolds dahin wogte, stamm-ten aus Frankreichs Absichten auf die spanischeMonarchie, deren Herrscherstamm so entschieden hin-welkte, daß das gänzliche Erlöschen ohnschwer vor-auZzusehe» war und aus der drohenden Nähe derTürken und ihrem Verhältniß zu Ungarn. — Ungarnwar größtentheils türkisch, der llberrest in bedenk-licher Gährung, in Böhmen und Mähren vieleStädte und Flecken und wohl über tausend Dörferalso verschwunden, daß man die Stätte vieler garnimmer zu bezeichnen weiß. Von der unter Carln IV.dem Vater des Vaterlandes sich regenden Bevölkerungwar nicht mehr ein Drittheil vorhanden. Außer demjederzeit ruhigen, gläubigen und getreuen Tyrol,glichen alle Länder Österreichs einer Brandstätte unddiese Zeit, den Tagen des ersten Schreckens nach ei-nem ungeheuern Erdbeben oder einer, Alles gleich-machenden Sündflnth. — Schlimmer noch sah es inSpanien aus, in dessen Herz doch keine fremdenWaffen gedrungen: die Herren der Goldgruben derneuen Welt verarmten gänzlich, die Seemacht versielund war der Holländer Spott, der Britten Beute^beständiges llnglück schmälerte gar sehr den Ruhm