Porlia und Lobkowitz. uy
Ruf persönlichen Muthes/ am Holden Ruf welker-fahrner Klugheit, nirgend aber jenen eines ausge-zeichneten Talentes, oder planvoller Thätigkeit, nochauch jenen der Uncigennützigkeit errungen. SeinerMittelmäßigkeit, zumahl bey zunehmender Alters-schwäche sich wohl bewußt und bemüht, die Blößen sei-nes geistigen und körperlichen Unvermögens mit derSchminke ruhiger Besonnenheit und staatsklugenGleichmuthes zu übertünchen, wollte er's mit Nie-manden verderben, ergriff die leichte Parthie desAb-warcens, desLavirens, des Capitnlirens mit den Um-standen , die er hatte hereinbrechen lasten. Um dieTürken ja nicht zn reihen, entließ er die ungarischeJnsurrccrion, traute sich nicht, die Granzplatzc in wehr-haften Stand zu setzen, verließ Siebenbürgen, such-te die Sicherheit des Friedens in der O h n-macht und war der Krieg da, so war Friedesei» einziges Wort. — Der einzige Mann, der auSLeopolds ersten zwey Jahrzehenden genannt zu wer-ben verdient, der Modeneser, Graf Raymund M an-te cuculi, der Ludwigs Feldherrn doch nur auf-zuhalten , nicht zu schlagen vermochte, den der ritter-
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ngestüm des französischen Hülfscorps zu seinem^iuzigen, folgenreichen Siege, zit jenem von St.G°tthard über die Türken zwang, nennt in seinenMeinoives den Portia nicht, spricht aber mit schwar-zer Galle: „von Ministern, die mehr Macht und Ein-hatten, als Scharfblick, Thätigkeit und Ersah-tung, fciu Unvermögend selbst einen Pfad aus der Ge»l'^hr zu finden, auch keine fremden betreten wollen.